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Warum heißt der Tinker eigentlich Tinker?

Ursprünglich war dies die Bezeichnung für den Berufsstand der Kesselflicker in Irland. Diese Kesselflicker – auch Traveller oder Zigeuner genannt – zogen in nomadischer Lebensweise mit ihren Pferdefuhrwerken übers Land. Armut und ein karges Leben prägte dieses Volk und ihre Tiere.
Um mit diesen schwierigen Lebensbedingungen fertig zu werden mussten auch die Pferde der Tinker ganz bestimmte Eigenschaften haben. So war es zum Beispiel wichtig, dass sie – um die schweren Wagen ihrer Besitzer und deren Familien zu ziehen – besonders kräftig, unerschrocken und genügsam waren. Bei ihrer Wanderschaft …

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Das Redaktionsteam am 26 Mai 2008
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Ursprünglich war dies die Bezeichnung für den Berufsstand der Kesselflicker in Irland. Diese Kesselflicker – auch Traveller oder Zigeuner genannt – zogen in nomadischer Lebensweise mit ihren Pferdefuhrwerken übers Land. Armut und ein karges Leben prägte dieses Volk und ihre Tiere.

Um mit diesen schwierigen Lebensbedingungen fertig zu werden mussten auch die Pferde der Tinker ganz bestimmte Eigenschaften haben. So war es zum Beispiel wichtig, dass sie – um die schweren Wagen ihrer Besitzer und deren Familien zu ziehen – besonders kräftig, unerschrocken und genügsam waren. Bei ihrer Wanderschaft durch oft unwegsames Gelände mussten sie häufig auch Flüsse durchqueren. Das bedeutete, dass sie furchtlos jedes Gewässer meisterten.

Dieses karge, arbeitsreiche und harte Leben konnte nur ein hartes Pferd überstehen, das sich durch Genügsamkeit, Gesundheit, Ausdauer und Leistungsbereitschaft auszeichnete. So entstand über die Jahre eine harte Rasse, deren Individuen oft von ein paar Büscheln Gras vom Straßenrand satt werden mussten und sich auch heute noch durch eine enorme Futterverwertung auszeichnen. Da diese Pferderasse für das damalige «fahrende Volk der Tinker» so ungeheuer wichtig, ja existenziell war, erließ König James II von England im Jahre 1685 eine Verordnung, dass die Tinker alljährlich einen Pferdemarkt in Appleby veranstalten durften.

In Irland wurde und wird diese Pferderasse «Coloured Cob of Gipsy Type», also «Die bunten Pferde der Zigeuner» genannt. Außerhalb Irlands sind sie kurz und bündig als Tinker bekannt.

Vermutlich vereinen unsere heutigen Tinker folgende Stammrassen: Clydesdales, Galloways, Shires, Dales, Trakener, Spanier und Fellponys.

Stefanie Kremer


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