Neue Inspiration durch Alexander-Technik und Reiten
Mehr als ein Dutzend Teilnehmer trafen sich zum 2-tägigen Seminar Alexander-Technik und Reiten auf dem Christinenhof in Frechen-Königsdorf.
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Mehr als ein Dutzend Teilnehmer trafen sich zum 2-tägigen Seminar Alexander-Technik und Reiten auf dem Christinenhof in Frechen-Königsdorf.
Neugierig waren Alle, was sich hinter dieser Technik verbirgt. Fast jeder hatte eigene Vorstellungen davon – teils durch Erzählungen, Internet oder auch die Bücher des Seminarleiters Walter Tschaikowski aus Brunsbek bei Hamburg.
Spontan wurde der Ausbilder von zwei interessierten Kolleginnen unterstützt – Claudia von Fürstenberg aus Frechen und Jule Gartzke aus Essen. Mit diesen beiden Lehrerinnen der Alexander-Technik eröffnet sich regional die Möglichkeit regelmäßiger Unterrichts-Einheiten.
Den ersten Punkt bildete das Kennenlernen der Philosophie, die hinter dieser Körpertechnik steckt: Das eigene Gleichgewicht wieder zu finden – durch bewussteres Sehen und Wahrnehmen, Bewegen sowie Aufrichtung des Körpers ohne Anspannung.
Ziel ist eine Harmonie mit dem eigenen Körper zu erreichen. Diese ergibt sich dann auch im Umgang mit dem Pferd.
Jeder Teilnehmer setzte sich zunächst auf ein hölzernes Pferd und balancierte den Sitz aus. Walter Tschaikowski gab nur kleine Impulse, um die eigene Selbststeuerung in Gang zu setzen.
Eine Teilnehmerin erzählt: „Ich fühlte mich automatisch „größer“, der Brustkorb weitete sich – es gab mehr Freiheit zum Atmen und ich sank wie von selbst tiefer in den Sattel.“
Die Zuschauer konnten sehen wie Reiter sich durch Längen von Muskulatur, Sehnen und Bändern, durch pure Aufrichtung ihrer Wirbelsäule strecken und an Größe/Ausstrahlung gewinnen. So lernte Jeder, bewusst zu gehen, auf dem Stuhl zu sitzen – alles ohne Anstrengung oder körperliche Anspannung: Im Reiterjargon Losgelassenheit!
Die persönlichen >>Nebenwirkungen<< nach dem ersten Tag waren teils beträchtlich: Manche schliefen nach Jahren mit Schlafstörungen wieder eine Nacht durch, andere hatten schwere Träume oder konnten plötzlich viel leichter am Morgen danach joggen.
Diese eigene Losgelassenheit überträgt sich beim täglichen Umgang mit dem Pferd auf das Tier; ein weiterer Effekt der Alexandertechnik, wenn sie ganz einfach in das tägliche Leben integriert wird. Dabei ergeben sich erstaunliche Veränderungen, eindrücklich wahrzunehmen im Praxisteil des Seminars am jeweiligen Nachmittag in der Halle. Die Kontaktaufnahme mit den Tieren zeigte überraschende Wirkungen: Ein Pferd döste entspannt auf der Stelle. Eine Stute, die ansonsten fremden Menschen gegenüber sehr misstrauisch ist, wurde plötzlich anhänglich und vergaß unter der Reiterin ihren Drang zum Rennen.
Dem ausbalancierten Sitz auf dem Holzpferd folgte im Praxisteil der losgelassene Sitz auf dem Pferd ohne Sattel. Die drei Alexandertechnik-Lehrer gaben beim Aufsitzen schon Impulse, damit die Reiter bereits dabei in ihre Balance fanden. Saß die jeweilige Reiterin im Gleichgewicht, reagierte das Pferd sofort: Es entspannte sich im Schritt, wurde in der Horizontalen lang und ging losgelassen. Viele konnten auf diese Art und Weise das Pferd mit minimalen Körperbewegungen/Hilfen lenken. Für manche eine ganz neue Erfahrung?
Die Pferde reagierten aufmerksamer, weil sie nicht mehr durch Hilfen und einen unausbalancierten Sitz gestört wurden, die eigene Balance unter dem Gewicht und Einfluss der Reiter zu finden.
In der abschließenden Runde wurden die gefühlten und gesehenen Ergebnisse an Mensch und Pferd besprochen. Dem begeisterten Wunsch nach „mehr Input“ im kommenden Jahr wird voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2009 eine Fortsetzung dieses Kurses folgen!
http://www.alexandertechnikundreiten.de
Informationen Seminar: andrea_raab@gmx.de
Walter und Kassandra_1.JPG (229 KB)
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This post was submitted by Andrea Raab.
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