So wird’s für den Hund im Herbst angenehm!
Es lässt sich nicht mehr leugnen: Der Sommer ist vorbei, der Herbst hat Einzug gehalten. Doch auch wenn es draußen noch so verregnet und matschig ist, ist das kein Grund, die Hundeohren hängen zu lassen. Mit ein paar Tricks kann auch der schmuddeligste Herbst für Hund und Halter eine angenehme Jahreszeit werden!
76 mal angesehen | Noch kein Kommentar
Wellness – so wird es gemütlich!
Gerade im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer und dunkler werden, ist die beste Zeit, es sich mal wieder richtig gemütlich zu machen und zu entspannen – das gilt für Mensch und Hund gleichermaßen. Viele Hunde leiden unter ständigem Stress. Das kann zu Verhaltensauffälligkeiten oder sogar psychosomatischen Krankheiten führen. Wer immer wieder Freiräume für Ruhe und Entspannung im Alltag einräumt, kann dem vorbeugen. Während Sie sich in Ihren Lieblingssessel kuscheln, die Beine hochlegen und ein gutes Buch lesen, kann auch Ihr Vierbeiner richtig abschalten. Am Besten geht das, wenn er im Haus seine eigene Ruhezone bekommt. Der Liegeplatz des Hundes sollte natürlich zugluftgeschützt sein und nicht zu zentral liegen, damit der Hund auch wirklich zur Ruhe kommen kann. Das Hundebett sollte groß genug sein, dass sich der Hund darin ausstrecken kann, und dabei so weich, dass es sich der Körperform des Hundes anpassen kann. Ein paar Decken und Kissen werden von Hunden meist freudig angenommen, da sie so ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend ihre Liegestätte zurecht scharren können. Wenn wir Menschen abschalten möchten, legen wir unsere Lieblingsmusik auf – auch bei Hunden können leise Klänge von Mozart oder Bach beruhigend wirken. Um das empfindliche Gehör zu schützen, sollte die Musik in der Gegenwart des Hundes aber nur sehr gedämpft sein. Auch aromatische Öle können zusätzlich entspannen: Kamille, Lavendel und Rose haben sich als angenehm beruhigend erwiesen. Auch hier gilt: weniger ist mehr! Hunde riechen eine Millionen mal besser als wir und empfinden starke Gerüche schnell als unangenehm. Zusätzliche Streicheleinheiten, Kuschelstunden und auch Massagen finden die Hunde äußerst angenehm. Tägliches Bürsten erleichtert auch den Fellwechsel, der jetzt vor der Tür steht. Zur Unterstützung von Haut und Fell können Omega-3-Fettsäuren und Öle ins Futter gegeben werden. Das wichtigste Rezept für einen entspannten Hund ist aber ein entspannter Mensch: Legen Sie sich doch zwischendurch einfach einmal ganz entspannt zu Ihrem Hund auf den Boden, und Sie werden sich wundern, wie wohlig er auf einmal seufzt. Auch unterwegs können zur Entspannung immer wieder ein paar Lockerungsübungen eingelegt werden – auch Singen oder herzhaftes Lachen entspannen kolossal. Letztlich ist ein entspannter Hund auch eine Frage der Hundeerziehung: Sind Sie in jeder Lebenslage souverän, gelassen und konsequent, weiß Ihr Hund, dass er ruhig locker bleiben kann!
Outdoor – so ist es angenehmer!
Wenn es im Herbst hinaus geht, schaudert so mancher Hundehalter: Nass, kalt und bei der Rückkehr zwangsläufig mit einer Menge Schlamm im Hausflur verbunden – das sind die typischen Herbstspaziergänge! Dabei kann auch ein langer, ruhiger Herbstspaziergang ohne großes Programm sehr gemütlich und entspannend sein. Gegen Nässe und Kälte unterwegs können Sie mit einem entsprechenden Equipment vorsorgen: Bei der Bekleidung hilft die bewährte Zwiebel-Strategie auch bei schwankenden Temperaturen. Besonders wichtig ist das Schuhwerk – mit warmen, trockenen Füßen friert es sich nicht so schnell. Auch viele Hunde sind dankbar, wenn sie gegen die gefährliche nasse Kälte einen gut sitzenden, wasserabweisenden Hundemantel übergestreift bekommen. Wenn jetzt schon das Fell zwischen den Pfoten geschnitten wird, bringt der Vierbeiner auch deutlich weniger Matsch mit ins Haus.
Indoor – so ist es kurzweiliger!
Wenn vor der Tür ein wahres Hundswetter herrscht, können Hund und Halter auch einmal mit einer kleinen Spazierrunde auskommen und ihre gemeinsamen Aktivitäten nach drinnen verlegen. Mit ein wenig Phantasie lassen sich viele abwechslungsreiche Spiele kreieren, die garantiert keine Langeweile aufkommen lassen. Rollen Sie doch einfach hin und wieder ein Leckerchen über den Boden oder werfen es durch die Luft, damit Ihr Hund es fangen kann! Auch eine Leckerchenspur, die der Hund erschnüffeln und dann verspeisen darf, kommt sicherlich gut an. Ein duftendes Leckerchen inmitten eines zusammengelegten Stapels alter Decken sorgt für langen Such- und Buddelspaß. Verstecken Sie Leckerchen unter umgestülpten Plastikbechern oder Blumentöpfen, zwischen Papierschnipseln in Pappkartons oder in gefalteten Toilettenpapier-Papprollen – und lehnen Sie sich dann zurück und beobachten, mit wie viel Begeisterung Ihr Hund sich ans Werk macht! Auch für einen Kau-Spaß sind Hunde jetzt besonders zu haben: ein mit Frischkäse und Wurststückchen gefüllter Kong, ein gefüllter Snackball oder einfach ein leckeres Rinderohr beschäftigen Hunde eine ganze Weile und heitern so manchen dunklen Herbsttag auf.
(Foto: Christine Braune/ www.pixelio.de)
Über die Autorin/den Autor dieses Beitrages:Julia Elling ist Projektleiterin für das Hundemagazin "Hexe und Co", das jeden Monat der "Pferderegion" beiliegt. http://www.hexeundco.de
Schreiben Sie mir | Alle Beiträge von Julia Elling




Sagen Sie Ihre Meinung!