Protestwelle gegen "Progressive List" der FEI im Internet [Update]
Das Entsetzen über die in Kopenhagen von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) verabschiedete “Progessive List”, die das Doping im Reitsport in weiten Teilen legalisieren soll, wächst von Tag zu Tag.
375 mal angesehen | Noch kein Kommentar
Im Internet ist seit gestern eine Petition freigeschaltet, in der die Unterzeichner die FEI auffordern, die den Deligierten in Kopenhagen untergeschobene Liste wieder zurückzunehmen. Unter der Domain www.no-fei.com kann sich jedermann mit seinem Namen unter die Petition eintragen.
Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breidow Graf zu Rantzau, hat mittlerweile offen ausgesprochen, dass es innerhalb der FEI zu einer Abspaltung insbesondere der europäischen Nationen kommen könne, die sich in einem eigenen Verband organisieren und durchweg ihren Protest gegen die in Kopenhagen verabschiedete "Progressive Liste" deutlich gemacht haben.
[Update 25.11.09:] Die Gesamtzahl der Unterzeichner hat mittlerweile die 3.000er-Marke überschritten. Inzwischen berichten auch internationale Medien über die Petition. In einem Schreiben an FEI-Präsidentin Prinzessin Haya haben sich mittlerweile 16 FEI-Tierärzte gegen die Beschlüsse in Kopenhagen gewandt; die Verabschiedung der Liste sein eine "vorschnelle, undurchdachte und rückschrittliche Entscheidung".
Weitere Informationen zum Gesamtgeschehen:
- Link zur Pressemitteilung der FEI, in der der Beschluss als "Meilenstein" gefeiert wird (Englisch)
- Link zur Pressemitteilung der FN, die den Beschluss ablehnt.
- Bericht bei den Dressur-Studien
- Link zum Magazin St. Georg mit ausführlichem Bericht zum Beschluss.
- Bericht auf der Seite der Reiter Revue.
- Bericht auf Horses and Sports.
- Link zur Mitgliederliste der FEI, die zeigt, was es bedeuten würden, wenn die Europäer tatsächlich einen eigenen Verband gründen würden.
- Zur Petition bei www.no-fei.com
- Diskussion im Netzwerk Fair zum Pferd
Über die Autorin/den Autor dieses Beitrages:Nils Michael Becker ist Gründer des Projekts "Pferderegion" und Herausgeber der Zeitung. Der Journalist und Rechtsanwalt war vor seiner Beschäftigung mit Pferden als Projektleiter für Unternehmen wie die Deutsche Post AG, die Energie Baden-Württemberg, Yello Strom und diverse Medienhäuser tätig. http://www.nilsbecker.de
Schreiben Sie mir | Alle Beiträge von Nils Michael Becker




Sagen Sie Ihre Meinung!